Für Integrität und Transparenz
Sehr geehrte leserinnen, sehr geehrte leser!
| auf internationaler Ebene wurden in den vergangenen 15 Jahren Fortschritte hinsichtlich der rahmenbedingungen für die Bekämpfung von Korruption erzielt: Neben der oECD-Konvention gelten die oECD-leitsätze für multinationale Unternehmen als wegweisend für die internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Politisch wurde 2003 mit der Unterzeichnung der UN-Konvention gegen Korruption (UNCaC) ein wichtiger Schritt unternommen. Diese enthält Bestimmungen zur Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und benennt rechenschaft, transparenz und ethisches Verhalten als wichtigste Prinzipien. Es mangelt jedoch noch immer an der Umsetzung der in der Vergangenheit ausgesprochenen Bekenntnisse. Gewinnstreben und ethisches Unternehmertum sind kein Widerspruch: Das leitbild des ehrbaren Kaufmanns hat eine lange tradition und hat in den letzten zwanzig Jahren |
eine beachtliche renaissance erfahren. Sowohl politische institutionen als auch wirtschaftliche akteure müssen sich an Werten wie integrität und transparenz messen lassen. Die Krise der Finanzmärkte hat uns deutlich vor augen geführt, dass Gewinnstreben ohne ethische reflexion kein nachhaltiges Wachstum schaffen kann. Glücklicherweise setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass nur saubere Geschäfte gute Geschäfte sind. Nicht ohne Grund sind die länder wirtschaftlich dauerhaft erfolgreich und stabil, die laut dem Korruptionswahrnehmungsindex von transparency international als wenig korrupt wahrgenommen werden. Die Bekämpfung von Korruption ist für die lösung der dringendsten Probleme der heutigen Zeit eine entscheidende Voraussetzung. Machen wir integrität und ethisches Handeln zu unseren Markenzeichen! |
Prof. Dr. Edda Müller Vorsitzende von Transparency International Deutschland e.V |


